Montag, 21. August 2017

Ultraschall und Vorsorge



Die Ultraschalluntersuchung der Nieren bringt folgenden Befund. Ein kleiner Stein wohnt in der rechten Niere. In der linken vielleicht auch. Zumindest ist da irgendein Schatten, der aber auch bedeutungslos sein kann. Dazu gesellt sich eine kleine Zyste, die man nicht weiter beachten muss. Nierenzysten scheinen eine Familientradition zu sein, denn auch mein Vater hatte welche. Weil ich eh gerade da bin, werden weitere Organe per Ultraschall untersucht. Milz, Leber, Blase und Bauchspeicheldrüse sehen ordentlich aus. Der ganze Bauchraum ist voller Luft. Auch so eine Tradition, die keiner braucht. Dann kommen wir zur Bauchschlagader. Wieder heißt es, dass diese verkalkt ist, was gar nicht gut aussieht. Wir müssen, so der Hinweis, die Cholesterinwerte im Auge behalten. Würde er meine Blutwerte kennen, wüsste er, dass die bisher immer gut waren. Das gleiche hatten wir schon bei der letzten Untersuchung, was mich dazu veranlasste einen Kardiologen aufzusuchen. Dieser konnte keine Verkalkungen entdecken und ich frage mich ernsthaft, wer nun Recht hat. Vermutlich muss ich eine dritte Person nachschauen lassen. Das ist doch alles Kacke. Und wo wir gerade beim Thema Kacke sind, darf ich mich auch noch bücken, um zu erfahren, dass meine Prostata sich in einem guten Zustand befindet. Immerhin etwas. Zum Abschluss wird noch der Blutdruck gemessen, der wohl etwas niedrig ist. Der Wert wird mir nicht mitgeteilt, interessiert mich aber auch nicht weiter, da mein Blutdruck meist etwas niedrig ist. Der Arzt fragt noch, ob mir nicht etwas schwindelig ist, was ich ordnungsgemäß verneine. Da es keine weiteren Kommentare zur verkalkten Bauchschlagader gibt, verabschiede ich mich wenig später. Auf eine Blutentnahme wird selbstverständlich verzichtet, weil dabei eh nur rauskommt, dass man an mir kein Geld verdient und niedrige Leukozytenwerte kein Grund zur Sorge sind. Die Cholesterinwerte, die ja wegen der verkalkten Bauchschlagader gerade noch so wichtig erschienen, kann man scheinbar auch anders beobachten. Ich muss nur noch rausfinden, wie er das alles so macht.

Sonntag, 20. August 2017

Filmkritik: Radio Heimat

Radio Heimat erzählt die Geschichte der vier Freunde Frank (David Hugo Schmitz), Pommes (Jan Bülow), Spüli (Hauke Petersen) und Mücke (Maximilian Mundt). Die vier sind auf der Suche nach Abenteuern, der Liebe und vielleicht auch dem Sinn des Lebens. Sie erkennen, dass die attraktive Carola (Milena Tscharntke) zwar hübsch ist, aber doch nicht so toll, wie erhofft. Sie trinken Alkohol und haben furchtbare Frisuren, was in den 1980ern durchaus üblich war. Die passende Musik begleitet die vier, was durchaus angenehm ist. Gar nicht so angenehm ist, dass der größte Teil des Films von der Stimme aus dem Off erzählt wird. So hat Radio Heimat durchaus Hörspielcharakter, was bei einem Film nicht unbedingt von Vorteil ist. Gelegentlich sprechen die Darsteller auch mal in die Kamera und erklären die Situation. Auch das ist eher störend als irgendwie erheiternd. Wenn die Stimme aus dem Off mal schweigt, dann sieht man tatsächlich einen Film. Leider passiert das zu selten. Insgesamt ist Radio Heimat zu Deutsch und auch zu Klischeehaft, was zur Folge hat, dass ziemlich flache und unlustige Sprüche/Dialoge präsentiert und überzogene und nutzlose Dinge eingestreut werden. Besonders die vielen kleinen Gastauftritte wirken wie klägliche Versuche Radio Heimat aufzuwerten. Als Gesamtkunstwerk ist Radio Heimat einfach nur enttäuschend und funktioniert in dieser Art einfach nicht.

Fazit: Da hört man besser ein Hörspiel.


Freitag, 18. August 2017

Die Schlinge zieht sich zu



Das Chaos ist nicht zu übersehen und es wird weiteres Chaos nach sich ziehen. Zumindest stelle ich mir das so vor. Meine Kollegin hat schon jetzt nur noch wenig Zeit für diese Maßnahme, weil ihre neue Maßnahme sie voll beansprucht. Wenn man eine andere Maßnahme leitet, obendrein Standortleitung ist, dadurch noch für eine weitere Maßnahme verantwortlich ist, dann kann man schwer noch eine dritte Maßnahme ordnungsgemäß betreuen.  Ich kann das gut nachvollziehen und meine Kollegin macht jetzt schon Überstunden, hat Kopfschmerzen und ist permanent gestresst.

Der dritte Mann weiß noch gar nicht offiziell, dass er demnächst hier und an dem anderen Standort tätig ist. Er weiß nur, dass er unsere Maßnahme total beschissen findet. Von allen Maßnahmen ist das die dümmste für ihn. Darauf lässt sich vorzüglich aufbauen. So werde ich ihn kaum dazu überreden können, diese Maßnahme zu leiten. Aber selbst, wenn er es wollte, so hätte er kaum eine Chance, denn man scheint sich hier einig, dass er es nicht drauf. Ich habe es auch nicht drauf, aber mir glaubt ja keiner. Ich kann niemanden führen. Ich kann nicht einmal jemanden dazu bewegen, irgendwas zu tun. Mitte letzter Woche bat ich den dritten Mann einen Bericht zu schreiben. Bis heute hat er das nicht getan. Wenn er erst erfährt, dass er ab nächsten Monat nichts mehr leitet und ich stattdessen Maßnahmeleiter bin, wird er kaum vor Freude durch die Decke gehen. Niemand wird gerne herabgestuft. Ich will nicht einmal raufgestuft werden.

Als meine Kollegin die Chefin fragt, warum denn nicht Brandy und der dritte Mann unsere Maßnahme übernehmen können und wir zwei komplett an den anderen Standort wechseln, bekommt sie als Antwort, dass die beiden die bisher gut laufende Maßnahme vor die Wand fahren würden und die Chefin das nicht möchte. Ich glaube nicht, dass man so über seine Mitarbeiter reden sollte. Aber was weiß ich denn schon? Und wer weiß, wie sie an anderer Stelle über mich redet?

In der Hoffnung, dass alles nur ein Irrtum ist, endet diese Woche. Keine zwei Wochen mehr bis sich hier alles ändert. Ich hasse Veränderungen.

Mittwoch, 16. August 2017

Sechster Kinobesuch 2017



Ein unerwarteter Kinobesuch steht an. Und das auch nur, weil Markus daran erinnert hat, dass Planet der Affen: Survival, schon läuft. Wir hatten, irgendwann nachdem wir den ersten Teil im Kino gesehen hatten, beschlossen, die Fortsetzungen auch im Kino zu schauen. Begleitet werden wir von Petra und Manni, der beim zweiten Teil nicht dabei war und von Heiko vertreten wurde.

Das Kino in Lünen habe ich lange nicht besucht und bin sehr angetan von den bequemen Sitzen und dem Platz, der sich bietet. Was mich richtig begeistert ist der Klang. Ich werde mir echt was einfallen lassen müssen, um zu Hause einen solchen Klang zu erreichen. Bisher war der Kinoklang nicht wirklich besser als der Klang zu Hause, aber das hier ist eindeutig überzeugender. Das will ich auch.

Der Film ist mir eigentlich zu lang, aber so gut, dass er nicht wirklich zu lang erscheint. Die Planet der Affen Trilogie, sofern es bei einer Trilogie bleibt, kann ich nur empfehlen und werde sie komplett in meine Blu-ray Sammlung aufnehmen, obwohl so eine Blu-ray Sammlung eigentlich völlig unsinnig ist, was aber eine andere Geschichte ist.